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Aus dem Seniorenzentrum...

Nun finden jeden Samstag wieder Gottesdienste im Seniorenzentrum statt.

Aus dem Seniorenzentrum

Nun finden jeden Samstag wieder Gottesdienste im Seniorenzentrum statt – allerdings über die Sprechanlage. Die Bewohnerinnen und Bewohner bekommen alles in ihre Wohnbereiche übertragen und können mitsingen, mitbeten, die Ansprache und den Segen hören. Es ist schon etwas ungewohnt, allein unten im Mehrzweckraum zu stehen, der ja am Samstagmorgen sonst immer gut gefüllt ist. Aber es ist schön, wenigstens auf diese Weise wieder mit der Seniorenzentrumsgemeinde feiern zu können.

Die vergangenen Wochen ohne Umarmungen und Zuspruch von Angehörigen waren für alte und pflegebedürftige Menschen in Seniorenzentren besonders hart. Für viele von ihnen war die gegenwärtige Lage eine regelrechte Geduldsprobe. Nicht wenige von ihnen aber können

- vielleicht sogar besser als manche Jüngere – auch ihre reiche Lebenserfahrung nutzen, um sie zu bewältigen. Und alle Mitarbeitenden im Haus haben sich jeden Tag Mühe gegeben, damit der Alltag wenigstens etwas schöner und bunter wird. Bisher ist es ihnen gelungen, eine Ansteckung mit Covid-19 zu vermeiden, hoffentlich bleibt das so. Und inzwischen sind wieder Besuche möglich, wenn auch beschränkt auf eine Stunde pro Person pro Woche.

Der Predigttext für den ersten Gottesdienst im Altenheim aus Kol 3 passte besonders gut: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“

In meiner Predigt habe ich dazu gesagt: „Ihr seid geliebte, wichtige, kostbare Menschen. Das kommt als erstes. Dann gibt es eine Empfehlung für eine besondere Schutzkleidung: Herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, Vergebung. All dies kann helfen, klarzukommen, wenn es schwierig ist. Dazu, als Oberteil für die Schutzkleidung, die Liebe.

Unsere Liebe soll man zuerst sehen, darum wird sie das Oberteil.“

Was können wir aus der Kirchengemeinde an Unterstützung geben, damit die Bewohnerinnen und Bewohner sich weniger abgeschnitten vom Leben fühlen? Sehr hilfreich sind Briefe und Karten, die die Betreuungsassistentinnen vorlesen können.

Sie können Berichte enthalten, was im Ort so alles passiert, eine kleine Geschichte, ein Gedicht, oder auch einfach nur liebe Grüße.

Telefonanrufe tun ebenso gut wie bunte Blumen oder kleine Geschenke.

Auch wenn durch die Beschränkungen ein persönlicher Besuch bei der Freundin oder dem Bekannten nicht möglich ist, hilft jeder Kontakt, damit sich die Menschen wohler fühlen.

Sie erreichen das Haus unter der Telefonnummer 06403 9554-0 und können sich dann weiterleiten lassen.

Pfarrerin Angelika Maschke


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